Fallzahlen 2020

 

Der Zugang zur Beratungsstelle erfolgte in vergleichsweise vielen Fällen auf Anraten der Polizei. 2016 wurde die Kontaktaufnahme für Klient*innen dadurch erleichtert, dass in der örtlichen Polizeidienststelle Betroffenen - oft erst nach einer Anzeige - ein eigens verfasstes Schreiben der Beratungsstelle überreicht wird.

 

 

 

Die Vermittlung des Beratungsangebotes erfolgte ebenso durch Behörden und Ämter, familienbegleitende Dienste, rechtliche Betreuer*innen und vor allem auch durch andere psychosoziale Dienste. Es gab allerdings auch Betroffene, die sich selbst auf den Weg machten oder von ehemaligen Klient*innen auf die Beratungsstelle aufmerksam gemacht oder sogar von ihnen hierher begleitet wurden. Aktuelle Strafanzeigen bei der Polizei, (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörungen (und die damit einhergehende Traumafolgestörungen) und den Alltag beeinflussende Spätfolgen der erlittenen sexualisierten Gewalt waren die häufigsten Anlässe, unsere Anlaufstelle aufzusuchen. Das wertschätzende, parteiliche Postulat ist ein zentrales Element der Beratungsarbeit. In sehr vielen Fällen besteht die Notwendigkeit einer langfristigen psychischen Stabilisierung der Ratsuchenden.

 

 

 

Da es im Landkreis Helmstedt keine/n Ansprechpartner*in für männliche oder diverse Opfer sexualisierter Gewalt gibt, konnten diese Ratsuchenden nicht abgewiesen werden. Von den 109 direkt Betroffenen waren 21 Personen männlichen Geschlechts. 2020 wurde die Beratung von einer diversen Person in Anspruch genommen. Erstmalig ratsuchend waren 41 Betroffene.